
XYZ – Hungry (1991)
Text ©Ritchie Newton
Wenn das Debütalbum von XYZ schon ein starkes Ausrufezeichen war, dann war Hungry der Dampfhammer, der endgültig alles plattgewalzt hat! 1991, mitten in einer Zeit, in der Grunge bereits langsam an die Tür klopfte, kamen Terry Ilous und seine Jungs mit einem Album daher, das wie eine verdammte Hardrock-Granate einschlug. Fett produziert von niemand Geringerem als George Tutko und Neil Kernon, war Hungry das Album, das die Band eigentlich in den Olymp des Hardrock katapultieren hätte sollen.
Die Bandbesetzung auf Hungry:
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Terry Ilous – Gesang
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Marc Diglio – Gitarre
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Pat Fontaine – Bass
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Paul Monroe – Schlagzeug
Tracklist der deutschen CD:
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Face Down in the Gutter
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Don't Say No
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Fire and Water
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When the Night Comes Down
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Off to the Sun
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Feels Good
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Shake Down the Walls
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When I Find Love
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H. M. L.
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The Sun Also Rises in Hell
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A Roll of the Dice
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Whiskey on a Heartache
Song für Song – Power pur:
Face Down in the Gutter – Ein Einstieg wie ein Faustschlag! Rotzig, dreckig, mit einer Hook, die sofort hängen bleibt. So muss eine Scheibe eröffnen.
Don't Say No – Hymnisch, mit einem Refrain zum Mitschreien. Terry Ilous in absoluter Höchstform.
Fire and Water – Hier zeigt sich die Stärke von Marc Diglio an der Gitarre. Riffgeladen und doch melodiös – eine echte Hardrock-Perle.
When the Night Comes Down – Balladesk, aber nicht kitschig. Genau der richtige Mix aus Gefühl und Härte, ein Song für die Feuerzeuge in der Arena.
Off to the Sun – Uptempo-Nummer mit starker Rhythmussektion von Fontaine und Monroe. Ein Song, der nach Roadtrip und Freiheit klingt.
Feels Good – Der Titel ist Programm. Locker, groovig, und doch voller Power.
Shake Down the Walls – Pure Energie! Hier brechen XYZ mit voller Wucht durch. Eines der absoluten Highlights des Albums.
When I Find Love – Eine weitere gefühlvolle Ballade, die zeigt, wie vielseitig diese Band war.
H. M. L. – Rotziger Hardrocker mit typischem 90er-US-Metal-Touch. Bissig und treibend.
The Sun Also Rises in Hell – Düsterer Titel, großartige Melodieführung. Ein unterschätzter Song mit enormer Intensität.
A Roll of the Dice – Hier wird noch einmal Gas gegeben. Ein Song, der perfekt die Balance zwischen Härte und Eingängigkeit trifft.
Whiskey on a Heartache – Das perfekte Finale: rotzig, dreckig, whiskeygetränkt. Eine Hommage an das Rock’n’Roll-Leben.
Fazit:
Mit Hungry haben XYZ ein Album abgeliefert, das in einer gerechten Welt Millionenauflagen hätte verkaufen müssen. Die Songs sind knackig, die Produktion auf den Punkt und die Band in absoluter Topform. Leider ging die Aufmerksamkeit der Rockwelt damals schon Richtung Seattle – und so blieb Hungry ein Geheimtipp für echte Hardrock-Connaisseurs. Für mich aber: ein Meisterwerk, das ich immer wieder auflege!
👉 Liebe Metalheads: Wer von euch hat Hungry damals entdeckt? Seid ihr Team Debüt oder Team Hungry? Schreibt es in die Kommentare – ich bin gespannt, welcher Song euer Favorit ist!

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